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Das erste Mal auf einem Berg

Veröffentlicht am: 30. April 2026

Köln - Über die Osterferien ging es für fünf Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren für fünf Tage nach Altjoch bei Kochel am See. Und dort war einiges anders als zu Hause: Unsere Hütte hatte kein fließendes Wasser, keine Heizung und ein Kompostklo. Das Wasser mussten wir uns selbst an einer Quelle holen, Feuerholz hacken und jeden Tag den Ofen anfeuern. Also Natur pur und für die meisten von uns erstmal ziemlich ungewohnt.

Langweilig wurde es jedenfalls nicht. Wir waren im 6 Grad kalten Kochelsee, haben zwischen den Bergen einen Seilzug über einem kleinen Rinnsal gebaut und uns daran abgeseilt. Wir waren auf ca. 850 Höhenmetern unterwegs, haben den Kochelberg bestiegen und oben die Aussicht auf den Walchensee und die Zugspitze genossen. Auch an einem sehr steilen Hang, an dem früher einmal eine keltische Burg stand, haben wir uns mit Seilen abgeseilt. Dazu gab es eine Nachtwanderung und natürlich jede Menge Zeit, um gemeinsam unterwegs zu sein.

Dabei mussten die Mädchen immer wieder über ihren eigenen Schatten springen. Es ging darum, sich gegenseitig zu vertrauen, durchzuhalten, auch mal Angst auszuhalten und gemeinsam zu schauen, was eigentlich alles möglich ist. Und genau das haben sie gemacht. Abends saßen wir dann müde und zufrieden am knisternden Feuer im Ofen, haben den Tag besprochen und geschaut, wie leer oder voll unsere „Batterien“ eigentlich noch waren.

Ein riesengroßes Dankeschön geht an die beiden Kollegen vom Naturschutzzentrum ZUK e.V., die uns die Tage begleitet haben. Mit ihrem Wissen rund ums Klettern, Wandern, Bergsteigen und die Natur und vor allem mit viel Geduld und Herz waren sie für uns da und haben dafür gesorgt, dass wir uns auch bei den manchmal ziemlich abenteuerlichen Aktionen immer sicher gefühlt haben.

Danke auch an die Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern, die diese Fahrt gemeinsam mit dem ZUK e.V. möglich gemacht haben und besonders an Pater Menz für die Einladung ins Kloster und den herzlichen Besuch in der Hütte. Die fünf Tage haben uns ganz schön gefordert - aber vor allem haben sie uns gezeigt, dass man gemeinsam viel mehr schaffen kann, als man vorher denkt.

Magdalena Keil